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Der Dackel Dance

Sie tanzen, bis du die Seite schliesst. Selbst gezeichnet, mit eigener Melodie, und acht von ihnen fallen aus der Reihe.

Das Rezept ist nicht neu. 1997 stellte eine Studentin in Kanada Reihen tanzender Hamster ins Netz, und daraus wurde einer der ersten Welterfolge des Internets. Wie es dazu kam, steht im Artikel über den Hamster Dance.

Nötig waren dafür drei Zutaten: ein paar animierte Bilder, eine Melodie in Dauerschleife und sonst gar nichts. Genau das steht hier unten. Der Ton startet allerdings erst auf Knopfdruck, denn Musik, die von selbst losgeht, war schon damals der unbeliebteste Teil der Sache.

Achtung, Lautstärke prüfen. So wie früher.

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Was daran echt ist und was nicht

Acht von ihnen fallen aus der Reihe: vier tragen eine rosa Schleife statt des Halsbands, drei ein Blümchen hinterm Ohr, und einer hat einen Hut auf. Wer alle findet, hat genauer hingesehen als nötig.

Die Dackel sind selbst gezeichnet, Bildpunkt für Bildpunkt, in drei Schlägen: braun, schwarz mit Brand und creme. Dazwischen laufen ein paar seltenere Fälle mit. Rot und grau gibt es wirklich, petrol und lila nicht. Erzeugt werden sie von einem kleinen Skript, das für jedes der vier Einzelbilder dieselbe Figur zeichnet und nur bewegt, was sich bewegen soll. Ohren, Rute, Federung.

Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der einzige Weg, auf dem eine Animation zusammenpasst. Ein Bildgenerator liefert bei jedem Durchgang einen leicht anderen Hund, und vier leicht verschiedene Hunde hintereinander sehen nicht aus wie Bewegung, sondern wie ein Fehler.

Die Melodie entsteht direkt im Browser, sie liegt nicht als Datei auf dem Server. Ein Rechteckgenerator spielt sechzehn Töne, so wie es ein Soundchip getan hätte. Das Original benutzte einen beschleunigten Ausschnitt aus einem Disney-Film, und das ist genau der Teil, den man nicht nachmachen sollte.

Warum es heute anders wirkt

1999 war so eine Seite eine Überraschung. Man bekam eine Adresse geschickt, wartete, bis die Bilder standen, und dann bewegte sich der Bildschirm und machte Geräusche. Das hatte man vorher schlicht nicht erlebt.

Heute ist die Überraschung weg, dafür bleibt etwas anderes: Die ganze Seite hier wiegt weniger als ein einziges Vorschaubild eines beliebigen Videodienstes. Drei GIFs zu je vier Kilobyte, ein bisschen HTML, zwanzig Zeilen für den Ton. Das war der Massstab, an dem man damals gearbeitet hat.

Ob das noch einmal durch die Büros geht, entscheidet ohnehin nicht der Erbauer. Das war 1997 schon so. Die Erfinderin des Originals hatte anderthalb Jahre lang vier Besucher am Tag.