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Uckermark Apokalypse

Ein Herrenhaus irgendwo in den Sümpfen der Uckermark, Vollmond, Nebel. Im Garten laufen Gestalten herum, einige klopfen an Fenster und Tür. Auf den Torpfeilern sitzen ein weißes Wiesel und ein Mops und sehen sich das an.

Früher hieß so etwas Point and Click: Man steuerte keine Figur mit den Pfeiltasten, man zeigte mit der Maus auf eine Stelle und sagte, was dort geschehen soll. Seit Maniac Mansion von Lucasfilm Games (1987) stand dafür unten im Bild eine Leiste mit Verben: erst das Verb, dann der Gegenstand. Bei The Secret of Monkey Island (1990) waren es zwölf. Diese Seite hat vier.

Das Bild unten ist so eine Szene. Such dir ein Verb aus und klick dann auf etwas: auf einen der Zombies, auf das Wiesel, den Mops, die Haustür, das Tor, den Mond oder ein erleuchtetes Fenster. Wer ohne Maus unterwegs ist, findet dieselben Dinge als Knöpfe unter dem Bild.

Lautstärke vorher prüfen: Es fängt leise an und bleibt nicht dabei.

Ein Herrenhaus irgendwo in den Sümpfen der Uckermark bei Vollmond, davor ein schmiedeeisernes Tor Ein weißes Wiesel auf dem linken Torpfeiler Ein Mops auf dem rechten Torpfeiler
Uckermark Apokalypse: Zombies vor dem Herrenhaus
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Das Haus bei Nacht

Die Vorlage ist ein Herrenhaus mit Tor und Windrädern als Pixelgrafik, bei Tag, mit KI erzeugt. Daraus ist die Nacht geworden, und das war Handarbeit per Skript.

Zuerst habe ich das Bild auf 392 mal 294 Bildpunkte heruntergerechnet. Der Browser zeigt jeden Punkt vergrößert und glättet nichts, es bleibt ein Pixelbild. Dann die Farbe: Aus der Helligkeit jedes Punktes wird ein Verlauf von Schwarzblau bis Mondgrau, ein Rest der Ursprungsfarbe bleibt, damit Wiese, Dach und Putz nicht alle gleich aussehen. Danach sind es noch rund 60 Farben, an den Rändern dunkler.

Der Himmel ist neu: ein Verlauf von fast Schwarz zu Dunstblau, die Wolken des Tagbilds bleiben als dunkle Flecken stehen, dazu ein paar Dutzend Sterne und der Vollmond mit Kratern. Die vier erleuchteten Fenster sind die Originalfenster, warm gefärbt, die Sprossen bleiben, und das Licht flackert. Die Windräder des Tagbilds habe ich herausgerechnet und durch eigene ersetzt, die sich drehen. An den Spitzen blinkt rot ein Licht, wie es bei echten Windrädern nachts üblich ist.

Das Tor liegt als eigene Ebene vor den Figuren. Wer im Garten steht, steht hinter den Stäben, wer vorn steht, davor. Nebel zieht in drei Schichten durchs Bild, eine davon hinter, eine vor dem Tor. Er besteht aus Rauschen, das in vier Stufen mit einem Punktraster in das Bild gesetzt wird, weiche Verläufe wären das Gegenteil von Pixelbild.

Die Zombies

Die Figuren sind aus Vorlagen in Vorder- und Seitenansicht gebaut: ein Bogen mit sieben Männern, dazu zwei einzelne. Aus jeder wurde ein Zombie: Die Haut ist grau-grün, die Kleidung matter und dunkler, jedes Auge ein leuchtender gelber Punkt, dazu etwas Blut und ausgefranste Säume. Du erkennst sie noch an ihrer Kleidung, Ansehen verrät dir mehr. Die Bilder unten zeigen die Vorlagen, wie sie waren: erst den Bogen mit den sieben, dann die beiden einzelnen.

Sieben Pixelfiguren in Alltagskleidung, oben in der Vorderansicht, unten von der Seite
Die Vorlage, bevor sie zu Zombies wurden: sieben Männer als 16-Bit-Pixelfiguren, oben von vorn, unten von der Seite.
Mit KI erzeugte Illustration, kein Bildschirmfoto.
Zwei Pixelfiguren, ein Mann mit Elefantenhose und ein Koch in Schwarz, je von vorn und von der Seite
Die beiden Einzelvorlagen: der Mann mit der Elefantenhose und der Koch, jeweils von vorn und von der Seite.
Mit KI erzeugte Illustration, kein Bildschirmfoto.

Jede Figur hat drei Bewegungen. Beim Gehen ist sie vorgebeugt und setzt die Beine gegeneinander. Beim Klopfen steht sie mit dem Rücken zu dir und hebt abwechselnd die Arme. Beim Zeigen sieht sie dich an, beide Arme oben. Eine Rückansicht gab es in den Vorlagen nicht, sie ist aus der Vorderansicht gemacht: Gesicht und Bart sind mit der Haarfarbe überzeichnet. Bei 36 Punkten Höhe fällt das nicht auf.

Die Figuren stehen in drei Reihen: vier an der Hauswand mit 36 Punkten Höhe, zwei im Garten mit 42, drei vor dem Tor mit 48. Jede bleibt in ihrer Reihe, denn nur dann ist jeder Bildpunkt der Figur so groß wie der des Hintergrunds. Die an der Wand suchen sich ein Fenster oder die Haustür aus, klopfen eine Weile und ziehen weiter. Die anderen gehen auf und ab und bleiben stehen, um dich anzusehen.

Wiesel und Mops

Die beiden kennst du aus Uckermops, dieselbe Gegend, nur nicht mehr am Abend. Das Wiesel trägt das weiße Winterfell mit der schwarzen Schwanzspitze, der Mops ist beige. Sie sitzen auf den Torpfeilern, weil sie dort alles im Blick haben und weil ein helles Tier vor dunklem Himmel das Einzige ist, das man bei dieser Beleuchtung sofort findet. Der Mops bellt gelegentlich, auch ungefragt.

Der Ton

Wie bei Haustier-Disco und Dackel Dance liegt keine Tondatei auf dem Server. Beim Druck auf den Knopf rechnet der Browser alles aus. Die Grundspur dauert 30 Sekunden und läuft in Schleife: eine Spieluhr-Melodie im Dreivierteltakt in d-Moll, mit einer Note, die nicht dorthin gehört, dazu ein Herzschlag, Wind und ein Brummton aus zwei Tönen, die kaum auseinanderliegen und gegeneinander schweben. Die Spieluhr zieht langsam in der Tonhöhe, wie ein Gerät, dessen Feder nachlässt.

Darüber würfelt der Browser alle paar Sekunden ein Geräusch: Klopfen (aus der Richtung des Zombies, der gerade klopft), Stöhnen, Kratzen, eine Eule, das Quietschen des Tors, der Mops, ein Heulen in der Ferne, Donner, klirrendes Glas. Alles ist aus Schwingungen und gefiltertem Rauschen gebaut, nichts aufgenommen. Die Melodie ist erfunden und zitiert kein Stück.

Was das mit früher zu tun hat

Ein Bild wie dieses war in einem Adventure der Neunziger das ganze Spiel: einmal gemalt und dann stundenlang abgeklickt. Auf den Seiten von damals, bei GeoCities und beim Hamster Dance, lag darunter eine kleine Kachel. Dass ein Hintergrund einen Ort zeigt, an dem etwas passiert, war eher die Ausnahme. Hier reicht dafür eine Textseite im Browser, ohne Plugin.